Wer bin ich?

Selbsterforschung ist das eine, unfehlbare und einzige direkte Mittel, um das unbedingte, absolute Sein, das du in Wahrheit bist, zu verwirklichen.
Wie ein Funke dem Feuer entspringt, entströmt Individualität dem Absoluten Selbst. Dieser Funke wird das Ego genannt. Bei dem Unwissenden identifiziert sich das Ego im Augenblick des Entstehens mit irgendeinem Objekt.
Diese Verbindung mit den Dingen beruht auf Nichtwissen, dessen Zerstörung das Ziel spirituellen Strebens ist. Wenn diese Neigung, sich mit den Dingen zu identifizieren, zerstört ist, wird das Ego rein und versinkt in seiner Quelle.
Erkenne, daß du in Wahrheit das unendliche, reine Sein, das absolute Selbst bist. Du bist immer das Selbst und nichts anderes als das Selbst.
Ramana Maharshi – Auszüge aus „Die Botschaft des Ramana Maharshi“

Sei gewahr, daß sich das, was du wirklich bist, nie denken oder verstehen läßt.

Das, was du wirklich bist, ist erfüllt von der unendlichen, heiligen Kraft, die sich durch das gesamte Universum ausdehnt. Du bist die Wachheit jenseits des begrenzten Denkens, das Lebendige in allen Formen, die Zierde des allgegenwärtigen Geistes. Erkenne dich selbst!
Realisiere, daß das Lebendige im Kosmos eine gigantische universelle Energie ist, eine allgegenwärtige, intelligente Macht, die du selbst bist. Du bist jenseits aller Tiefen, kosmische Unbegrenztheit, das Wesentliche alles Wesenhaften, Urgrund allen Seins, ewige Wirklichkeit.

Sei gewahr, du bist jenseits von Wechselwirkungen und jenseits von Himmel und Höllen. Du bist Geist, das universelle Bewußtsein, in dem sich die sichtbare Welt spiegelt und manifestiert.

Nichts kann getrennt von dir existieren, denn alles, was existiert, bist du – die universelle, Leben spendende Essenz!
Mario Mantese - Auszüge aus "Das, was du wirklich bist"

Um die Wahrheit zu erkennen, braucht man nicht in die Ferne zu schweifen; man braucht sie nur in sich selber zu finden, und der Mensch findet sie dadurch, daß sie in ihm offenbar wird. Diese Kraft der Erkenntnis ist das wahre Leben, ihr Besitzer der Gottmensch, welcher die Menschheit aus der Nacht der Unwissenheit und des Irrtums erlöst, indem er in der ganzen Menschheit und im einzelnen Menschen seine Auferstehung feiert; sie ist das Licht, durch dessen Offenbarung Gautama ein Buddha, d. h. ein Erleuchteter wurde, und ohne das es keine wahre Religion, keine wahre Philosophie, keine wahre Erkenntnis und keine wahre Wissenschaft geben kann.

Der Gott in unserem eigenen Innern ist es, mit dem wir Eins werden müssen, ehe wir daran denken können, Eins mit dem Gott des Weltalls zu werden. Diese Vereinigung findet nicht durch eine Amalgation des Unreinen mit dem Reinen statt, wie viele irrtümlich meinen, sondern durch ein Zunichtswerden der eigenen täuschenden Ichheit, ein Verschwinden des irdischen Wollens und Denkens, wodurch das göttliche und freie Ich, das keine Beschränktheit kennt, in uns zu fühlen, wollen und denken fähig wird. Es ist somit nicht das beschränkte irdische Ich, welches Gott erkennt, sondern vielmehr Gott (der Gottmensch), welcher sich im irdischen Menschen selber erkennt, wenn im irdischen Menschen die Täuschung des Ichseins verschwindet.
Franz Hartmann – Auszüge aus „Theosophie und theosophische Lehren“ in der Zeitschrift Lotusblüten

Ich kenne mich selbst nicht mehr.
Bin weder Christ, noch Jude, weder Hindu noch Moslem.
Bin von Osten nicht und nicht von West.
Nicht aus der Werkstatt der Natur, noch aus dem kreisenden All.
Nicht aus Erde, Wasser, Luft oder Feuer.
Bin nicht im Endlichen, noch im Unendlichen.
Ich komme nicht aus Indien, China oder aus dem Sachsenlande,
nicht aus dem Königreich des Irak, noch vom Lande Khorassan.
Ich bin weder von dieser Welt, noch von jener.
Nicht aus dem Paradies und aus der Hölle nicht.
Mein Ort ist ortlos, spurlos meine Spur.
Mein Körper körperlos, seelenlos die Seele,
denn ich gehöre dem Geliebten.
Ich habe alle Trennung überwunden,
und sehe beide Welten als Einheit.
Mevlana Djelaleddin Rumi (gefunden auf der CD von Ahura: "Mein Bild in deinem Auge")