Handeln
Es geht nicht um die Bemühung, jemand oder anders zu werden, sondern um das Loslassen in das, was wir sind.
Osho
Man kann dieses Lichtreich nicht wollen, denn der menschliche Wille gehört zur Begrenzung des zeitlichen Bewußtseins, er ist immer mit seinem Willensobjekt verbunden und durch es gebunden. Jedes Willensobjekt ist etwas Erschaffenes und somit vergänglich.
Nicht im Wollen, sondern im Löschen des Gewollten liegt die Kraft, die uns sicher durch alle Stürme führt.
Mario Mantese in dem Buch „Im Land der Stille“
Der wahre Jünger der Weisheit tut nichts zur Verherrlichung seines täuschenden Selbst, wohl aber alles zur Ehre Gottes; d. h. seines Gottes, der unsterblichen Seele in ihm, welcher sein Meister und die Verbindungsbrücke zwischen ihm und dem Gott des Weltalls ist. Alle Selbstquälerei, alle guten Werke, die aus dem Egoismus hervorgehen und zum Zwecke der Selbstverherrlichung unternommen werden, erfüllen nicht ihren Zweck. Nicht was der Erdenmensch tut, sondern was sein Gott in ihm wirkt und durch ihn vollbringt, ist gut; der irdische Mensch kann nichts Besseres tun, als seinem inneren Meister gehorsam zu sein.
Franz Hartmann – Auszüge aus „Theosophie und theosophische Lehren“ in der Zeitschrift Lotusblüten
Wenn dein Augenlicht rein wird, kann es nur noch Reines sehen. Wenn dein Herz rein wird, kann es nur noch Selbstloses empfinden. Wenn dein Denken rein geworden ist, wird jede Handlung und jede Tat rein sein. Dann gibt es zwischen dir und mir keine Grenzen mehr, denn ich bin die reine Liebe selbst.
Mario Mantese in „Die Welt bist Du“
Nicht-Tun
Wer sich in seinem Tun vom Unergründlichen bestimmen läßt, wird eins mit ihm.
Wer sich in seinem Tun von seinem innersten Wesen bestimmen läßt, wird eins mit sich selbst.
Wer sich in seinem Tun von irgend etwas bestimmen läßt, wird eins mit diesem.
Laotse
Wu-Wei (Nicht-Tun) bedeutet Handeln, ohne zu handeln. Es bedeutet Tun ohne tun. Es bedeutet, das, was geschehen möchte, zuzulassen. Tu´s nicht, sondern laß es geschehen. Und genau das ist der Weg des Herzens.
Tun heißt, daß der Teil versucht etwas gegen das Ganze zu tun, daß der Teil seinen Willen gegen das Ganze durchsetzen möchte. Wu-Wei heißt, daß der Teil verstanden hat, daß er nur ein Teil ist und alle Waffen gestreckt hat. Jetzt tut das Ganze alles, und der Teil ist es zufrieden. Das Ganze tanzt und der Teil tanzt mit ihm.
Osho