Stille
Wahre Stille kann nicht erreicht werden, da sie immer anwesend ist. Wahre Stille wird sich dir enthüllen, wenn du jenseits von Definitionen und logischen Erklärungen gehst, wenn du empfänglich wirst und willens bist zuzuhören...
Prajnaparamita
Die sinnlich wahrnehmbare Stille ist nur die sinnlich wahrgenommene Abwesenheit des Lärms der Welt. Der Lärm des Denkens und der Lärm des kontrollierten Nicht-Denkens gehören zur irdischen Stille, die große Stille ist außerhalb der irdischen Stille.
Stillsein schließt die große Stille aus, denn sie steckt in den Sinnen des Stillseienden als Gefühl und Vorstellung von Stille fest.
Stillsein ist ein kontrolliertes Ruhen der aktiven Sinne. Der Stillwerdende oder Stillseiende ergreift durch sein Bemühen einen Raum in der Zeit und bildet sich ein, das Unbegreifliche, die große Stille, zu berühren. Doch das eitle, lärmende Ego-Bemühen liegt auf der Straße der Zeit, an deren Wegrand Verirrung und Tod lauern.
Durch Ich-Absicht erscheint die Welt und durch Ich-Absicht wird sie erhalten. Das Bedürfnis zu tun, schafft Freud und Leid, während Nicht-Tun den Glanz der Stille darstellt.
Mario Mantese - Auszüge aus „Die Kunst des Nicht-Seins“
Tauche ein in die große Stille
Tauche tief in dein inneres Meer, bis du zu einer Stelle kommst, die kristallene Stille ist. Wo nie die leiseste Störung hinkommt. Verweile dort. Von dort kommt jede Veränderung; von dort geht die Verwandlung aus. Wenn du dort ankommst, bist du Meister. Jetzt kann alles Nebensächliche von dir abfallen. Und es fällt ohne Kampf und Widerstand.
Osho in „Der Vogel im Wind“
Du kannst Stille nicht machen. Du bist Stille. Sei der, der Du bist. Sei still, absolut und vollkommen still, und erkenne das, was vor jedem Gedanken, vor jedem Konzept, vor jedem Bild des Wer, Was , Wann oder Warum ist. Stille ist die Gegenwart des Seins. Du bist die Gegenwart des Seins.
Gangaji
Je klarer wir sehen, was wir nicht sind, je intensiver hören wir auf, das zu sein, was wir nie waren und tauchen in grenzenlose Stille ein. Das Ich kennt vorübergehende Ruhe, es kann diese auch durch Meditation erzeugen, doch die Stille jenseits der Stille kennt das Ich nicht. Stille kann man nicht fühlen oder erleben, Stille ist Realisation der Totalität.
Je mehr man erkennt, was man alles nicht mehr tun und wissen muß, um so klarer, einfacher und unkomplizierter wird das Leben, so berührt man den Saum der Stille..., Stille ist Allgegenwart und Omnipotenz.
Meister M