Lehrer
… wenn du das Glück hast, jemanden zu finden, der höchst bewußt ist, und du mit ihm sein und diesen Zustand von Gegenwärtigkeit teilen kannst, dann kann dir das sehr helfen und alles beschleunigen. So wird dein eigenes Licht schnell wachsen. Wenn ein Holzscheit, das gerade zu brennen begonnen hat, in die Nähe eines starken Feuers gebracht wird, dann wird sein Brennen verstärkt, auch wenn es nach einer Weile wieder von dem größeren Feuer getrennt wird. Es ist schließlich dasselbe Feuer. Ein solches Feuer zu sein, ist die Funktion eines spirituellen Lehrers.
Eckhart Tolle
Ich habe gefunden, daß, ehe wir den Meister und das siebente Prinzip (Atma) in uns selbst entdecken können, wir einen äußeren Meister nötig haben, der uns den Weg dazu zeigt.
Helene Petrowna Blavatsky im Brief an Franz Hartmann
... oder Meister der Leere?
Die Wahrheit ist nicht kommunizierbar. Aber was tun dann die Meister eigentlich die ganze Zeit? Ihr ganzes Unterfangen erscheint absurd. Ja, das ist es auch. Sie bemühen sich, etwas zu sagen, was nicht gesagt werden kann. Sie deuten etwas an, was nicht angedeutet werden kann. Sie versuchen etwas zu kommunizieren, was noch nie kommuniziert worden ist und niemals kommuniziert werden wird. Warum tun sie das?
Wenn Meister sprechen, dann nicht, um die Wahrheit zu sagen, denn sie kann nicht gesagt werden. Sie haben die Wahl, entweder zu schweigen oder zu reden. Wenn sie schweigen, werdet ihr gar nichts von ihnen mitbekommen. Mit Worten gibt es zumindest eine Möglichkeit. Keine Gewißheit, weil alles von euch abhängt, aber es öffnet sich eine Möglichkeit. Wer ständig einem Buddha zuhört, wird eines Tages still. Die Nähe eines Buddhas ist wie ein See von Stille …
Osho in „Der Vogel im Wind“
Das Herz des Erwachenden ruht in der großen Stille, ja, es ist die große Stille selbst.
Durch einen souveränen, machtvollen Strahl aus seinem Herzen werden Seelen sanft in grenzenlose Allgegenwart erhoben und eingefügt. Sie kehren in das, was sie schon immer waren, zurück – in die All-Seele, in der es keine Zweiheit gibt.
Dieser heilige Strahl leuchtet heller als tausend Sonnen, und doch ist er dem menschlichen Auge verborgen. Er ist unendlich kraftvoll und durchdringt alle inneren Welten und inneren Tiefen. Er öffnet verschlossene Herzen, schließt alte Abgründe und löscht Vergangenes und Zukünftiges.
Mario Mantese in „Die Kunst des Nicht-Seins“